Flugangst und Mandelkern

Im sogenannten Mandelkern, der im ältesten Bereich unseres Gehirns liegt, sind Programme abgelegt, die uns vor Gefahr schützen, noch bevor die auslösenden Signale bewusst im Großhirn verarbeitet werden.
Bestimmt kennen Sie das – ein Auto naht hörbar schnell und Sie sehen es über die Straße gehend im Augenwinkel kommen. Dann werden Sie ohne Überlegung rennend die Straße überqueren – noch bevor Sie bewusst den Entschluss zur Eile gefasst haben. Das ist unser Mandelkern – bestimmte Auslöser werden analysiert und der Körper in Bewegung gesetzt oder in Erstarrung gebracht, je nach dem was angemessen ist.
Und jetzt kommts: manchmal schleichen sich Ängste in die Amygdala, die nicht ins Notfallprogramm gehören – z.B. Flugangst.
Daher fühlt sich Flugangst auch oft so dramatisch an.

Allerdings kann diese Flugangst auch wieder aus der Notfallprogrammierung rausgenommen werden. Entweder mit Hilfe eines mintgrüngestreiften Mini-Monsters von Lochness, das fürchterliches Deutsch spricht, oder mit der Veränderung des Films, der bei Flugängstlichen im Kopf abläuft. Die Filme in der Amygdala sind in farbig abgespeichert.
Wenn Sie nun den Film in Schwarzweiß überführen, schwächt sich bei vielen Menschen das Flugangstgefühl bereits stark ab.
Und wenn Sie möchten, sollten Sie diese Technik doch nicht zu schnell ausprobieren – es könnte zu Flugangstreduktion führen. Bitte überlegen Sie sich gut, ob Sie nicht Ihre Flugangst im gewohnten Ausmaß behalten möchten.
Ach, und schöne Grüße von Mini-Nessie. Zur Zeit sitzt es am Münchner Flughafen und erwägt die nächste Maschine nach Ägypten zu nehmen – wegen des schönen warmen Wetters und der Cheopspyramide, die es endlich besichtigen möchte.

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